Parks an der Romantischen Straße

Grüne Weiten, blühende Gärten und heulende Wölfe - Mittelalterliche Bilderbuchorte, Kirchen und Königsschlösser, liebliche Flusstäler und majestätische Gebirgslandschaften –  dafür ist die Romantische Straße bekannt. 

Nicht jedem fallen die Parks links und rechts der Strecke ein, die sich unterschiedlichsten Themen widmen,  von Gartenparks über Wildparks bis zu Naturparks. Begleiten Sie uns auf unserem Streifzug von Nord nach Süd:

Würzburg, der nördliche Start- und Endpunkt der beliebtesten Ferienstraße Deutschlands, kann gleich mit zwei „grünen“ Attraktionen aufwarten: Der an einem Muschelhang gelegene Botanischer Garten der Uni Würzburg beherbergt rund 10.000 Pflanzenarten, mehrere Pflanzensammlungen aus Regionen rund um den Globus und ein Tropenschauhaus. Bei Führungen können sich Interessierte näher über verschiedene botanische Themen informieren.

Ein wahres Schmuckstück ist der Hofgarten der Residenz. Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim (1755–1779) hat den heutigen Charakter des Gartens geprägt. Der Hofgarten ist unter Einbeziehung der Barockbastionen mit zahlreichen Statuen und schmiedeeisernen Toren in typischen Rokokoformen angelegt. Ein Muss bei der Besichtigung der Würzburger Residenz, die in einem Atemzug mit den Schlössern Schönbrunn in Wien und Versailles in Paris genannt werden darf.
www.bgw.uni-wuerzburg.dewww.residenz-wuerzburg.de

Qualität vor Quantität lautet das Leitprinzip im Weinlehrpfad Rebgut Edelberg in Tauberbischofsheim. Auf  elf Hektar Nutzfläche werden auf 8,2 Hektar werden nicht weniger als zehn Rebsorten angebaut. Bei dem Spaziergang auf dem 1,5 Kilometer langen Weinlehrpfad erfahren Besucher allerhand Wissenswertes über den Weinbau im Jahreslauf sowie über Flora und Fauna des Weinberges.
Mitte Juni bis Mitte Oktober, www.weinland-taubertal.de

Auf über 170000 Quadratmeter eröffnet der Kurpark Bad Mergentheim mit seiner leuchtenden Blumenpracht, seinen mächtigen Bäumen und gepflegten Grünflächen eine Oase der Entspannung: Attraktionen sind der Japangarten, die Wasserspiele, der Gradierpavillon und vieles mehr.
April bis November je nach Witterung
www.bad-mergentheim.de/de/gesundheit/kurpark/ 

Nicht nur Fuchs und Hase sagen sich im Wildpark Bad Mergentheim Gute Nacht: Wölfe und Luchse, Waschbären, Eisfüchse und Wildkatzen, Steinmarder und Fischotter, Damhirsche und Rothirsche, Wisente und Wildschweine sowie Mufflons und Steinböcke gehören zum Bestand. Hinzu kommen Eulen, Greifvögel und Störche. In der neuen Biberanlage können Besucher einen Biberbau betreten ebenso eine Flughund-Grotte und eine Waldrapp-Voliere.
Mitte März bis Anfang November, www.wildtierpark.de

Schloss Weikersheim gilt als das schönste der hohenlohischen Schlösser. Eindrucksvoll ist die perfekte Erhaltung, nicht nur des Schlosses, sondern auch der Umgebung der gräflichen Residenz. Ein Glanzpunkt ist der barocke Schlosspark Weikersheim mit seinem einzigartigen Reichtum an Figuren u.a. der einzigartigen Zwergengalerie aus Stein) und den Orangerien. Der Vergleich mit dem Garten von Schloss Versailles ist keineswegs weit hergeholt. Der Schlosspark bildet den noblen Rahmen für Konzerte und Kulturveranstaltungen aller Art.
Ganzjährig geöffnet, www.schloss-weikersheim.de

Asien, wie es grünt und blüht, so präsentiert sich der Leyks Lotos Garten in Rothenburg ob der Tauber. Auf einem 5000 Quadratmeter großen, sanft hügeligen Gelände entstand ein nach asiatischem Vorbild gestalteter Landschaftsgarten. Kleine Bachläufe, Teiche und Wasserfälle begleiten die Besucher auf ihrem Rundgang.  Zwischen wunderschön geformten Findlingen und schlängeln sich schmale Wege zu idyllische gelegenen Rastplätzen. Von zwei Terrassen aus bietet sich ein herrlicher Ausblick auf blühende Rhododendronbüsche, Zierkirschen, Iris und viele andere asiatischen Pflanzen. Blickfang ist das fast authentische japanische Teehaus mit dem unverwechselbaren Pagodendach.
April bis Weihnachten, www.lotos-garten.de 

Heilkräuter haben schon im Altertum eine große Rolle gespielt. Ihre Wirkung wird aber auch im Zeitalter der modernen Medizin hoch geschätzt.  Der Apotheker-Kräutergarten am Brunnenhaus in Schillingsfürst ist nach dem Muster des berühmten klösterlichen Vorbilds aus St. Gallen konzipiert worden. In den Beeten, die durch Rundhölzer begrenzt sind, gedeihen bis zu 60 Arten von Heilkräutern. Alle Pflanzen sind mit Tafeln versehen und zum großen Teil nach Krankheitsbildern geordnet. Der Kräutergarten wird u. a. von Apotheken in der Umgebung gesponsert.
1. April bis Ende Oktober, www.schillingsfuerst.de

Durch einen gewaltigen Einschlag eines Meteoriten vor 14,5 Millionen Jahren ist in der Region um  Nördlingen und Harburg der Geopark Ries entstanden. Der Einschlagskrater Nördlinger Ries ist der am besten erhaltene Krater Europas. Das flache, weitgehend unbewaldete Kraterbecken mit seinen 25 km Durchmesser und dem bis zu 150 m hohen Kraterrand sind extrem gut in der Landschaft sichtbar. Der Rieskrater ist dicht besiedelt, was ihn zusätzlich besonders auszeichnet. Die Trockenrasen- und Wacholderheideflächen werden traditionell von Schafen beweidet. Zahlreiche vom Aussterben bedrohte Tier und Pflanzenarten haben hier ihre Heimat. Weitläufige Auen und Feuchtgebiete bieten Nahrungsgrundlage für Kiebitz, Großen Brachvogel, Bekassine und den Weißstorch.
www.geopark-ries.de

Im Dehner Blumenpark in Rain können sich Besucher auf eine botanische Weltreise begeben. Gärten aus Asien, Mitteleuropa und England sind auf dem 30.000 Quadratmeter großen Areal vereint. Zu den Hauptattraktionen gehört der japanische Landschaftsgarten mit Großbonsais, Teichen, Wassertreppen und Findlingen sowie der im Barockstil gestaltete Rosenhof und der Rhododendronhain. Seit 2009 gibt es den großen Naturlehrgarten, wo großen und kleinen Besuchern die Schönheit der heimischen Tier- und Pflanzenwelt näher gebracht wird.
Ganzjährig geöffnet, www.dehner.eu

Naturidyll und Ruheoase zugleich ist der Botanische Garten Augsburg. Hier blühen und grünen über 3000 Pflanzenarten – verteilt auf verschiedene Themengärten. Egal ob im Römer-, dem Bauern-, Apotheker- und Wassergarten oder dem japanischen Garten – jeder findet seinen persönlichen Lieblingsplatz. In der Pflanzenwelt unter Glas geht es lebhafter zu: Die Flora aus Steppe, Savanne und Tropen wird zum Leben erweckt – von Februar bis März fliegen tropische Schmetterlinge.
Ganzjährig geöffnet, www.botanischer-garten-augsburg.de

Nach so viel Flora ist jetzt wieder die Fauna dran: Der Zoo Augsburg gehört mit mehr als 500.000 Besuchern pro Jahr zu den  meistbesuchten Attraktionen in Bayerisch-Schwaben. Über 1500 Tiere in mehr als 300 Arten sind hier beheimatet. Der Zoo ist an einem großen Erhaltungszuchtprogramm für etwa 20 Arten, darunter Sumatratiger und Amurleoparden beteiligt. Hervorzuheben ist auch die Hirschwiese, die ein authentisch es Afrika-Flair verströmt. Hier fühlen sich u. a. die seltenen Rothschild- oder Baringogiraffen, Watussirinder und  Grevyzebras wohl. Reptilien und Amphibien sind mit über 110 Individuen in 30 Arten vertreten, darunter Warane, Alligatoren und Leguane.
www.zoo-augsburg.de

Ein wahres Wanderparadies ist der Naturpark Augsburg Westliche Wälder.
Das 1200 Quadratkilometer große Gebiet zwischen Mindel, Wertach und Donau punktet mit weitläufigen Wäldern, idyllischen Bachtälern und authentischen Dörfern. Der Süden des Naturparks, der teilweise im Landkreis Unterallgäu liegt, trägt die Bezeichnung „Stauden“ oder „Mozartländle“, weil hier die Vorfahren von Wolfgang Amadeus Mozart zu Hause waren.


www.naturpark-augsburg.de

Das Naturschutzgebiet Ammergebirge ist das größte Schutzgebiet Süddeutschlands und umfasst einen der schönsten und ursprünglichsten Teile der Bayerischen Alpen. Seit 1961 wird mit Nachdruck dafür Sorge getragen, dass diese einzigartige Gebirgslandschaft der nördlichen Kalkalpen mit seiner unverwechselbaren Flora und Fauna unversehrt bleibt. Eine besonders beliebte Tour führt zu den Schleierfällen. Die wild-dramatische Ammerschlucht zeigt sich hier dem Wanderer von ihrer schönsten Seite. Die moosbewachsenen Felsen der Schleierfälle üben einen märchenhaften, fast magischen Zauber aus.